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Kaufberatung Rennradreifen

Inhaltsverzeichnis

Leicht, schnell und mit viel Grip beschenkt – so sieht der ideale Rennradreifen aus. Zumindest in der Theorie. Und wenn er dann noch pannensicher ist, dann ist die Wunschliste abgehakt. Leider entspricht das jedoch nicht unbedingt immer dem, was der Markt so hergibt. Von „Ultraleicht“ bis „Super-Pannensicher“ ist alles am Start und man fragt sich – vor allem als Rennrad-Rookie – unweigerlich, was genau man in welcher Situation braucht. Wir versuchen mit unserer Kaufberatung, etwas Licht ins Gummidickicht zu bringen.

Einsatzzwecke des Reifens

Kaufberatung Rennradreifen
Glatte Lauffläche – ideal für sehr feinen Untergrund.

Was für den Hobbyfahrer trivial erscheint, ist für den ambitionierten Amateurfahrer oder gar Profi die Entscheidung über Sieg oder Niederlage. Soll es schnell und leicht sein, empfehlen wir grundsätzlich tubeless-Reifen wie den Pirelli P Zero Race TLR. Der P Zero Race TLR ist dabei so konstruiert, dass er der leichte & schnelle Partner für den Renn- und Trainingseinsatz ist.

Die „Schlauchlosen“ zeigen im Testlabor immer einen um wenige Watt geringeren Rollwiderstand als ihre Modellbrüder mit Schlauch. Netter Nebeneffekt dieser tubeless Modelle: Ihre Dichtmilch kann kleine Löcher und Schnitte in Windeseile wieder verschließen, dadurch bist Du sogar weniger pannenanfällig.

Bei unebener Fahrbahn oder gar auf Kopfsteinpflaster wäre hingegen ein Reifen wie der Continental Grand Prix 5000 oder der Schwalbe Pro One (Tube Type) angebracht. Derlei Rennradreifen kommen oft mit einer Panneneinlage, sind deutlich robuster und dadurch besser vor Beschädigungen geschützt, allerdings auch schwerer. Seine Rolleigenschaften und Zuverlässigkeit auf unterschiedlichsten Untergründen sind überragend – tubeless oder auch mit Schlauch.

Eine Frage des Preises

Kaufberatung Rennradreifen
Viel Schutz, starkes Profil. Ein typischer Allwetter-Reifen

Ein Rennradreifen der Premiumklasse ist alles andere als ein Schnäppchen, doch meist lohnt es sich. Zahlreiche Testberichte zeigen, dass sich der Aufpreis für einen hochpreisigen Reifen meist lohnt – auch für Hobbyfahrer. In der Regel rollen diese Reifen besser, sind leichter und sie bieten Dir wesentlich besseren Pannenschutz. Unterm Strich machen sie Dich also schneller und ohne Pannen kann jede Fahrt zum Genuss werden. Dabei sind die Preise keineswegs Wucher. Die Gummimischungen sind teilweise hochkomplex, mit zahlreichen Additiven versehen und das Ergebnis akribischer Forschung & Entwicklung.

Reifen für alle Wetterbedingungen

Schönwetterradfahren ist sicherlich eine feine Sache – aber bekanntlich scheint die Sonne nicht immer im Leben und auch nicht beim Radln. Darum ist es gut, wenn man als Allwetterradler auch einen entsprechenden Satz Reifen hat, sonst blüht das böse Erwachen und Dein Reifen schmiert schneller ab als Du denkst.

Wer komplett auf Nummer Sicher gehen möchte, der greift am besten zu Allwetterreifen, wie dem Grand Prix 4-Season von Continental. Dieser hat ein wasserverdrängendes Profil, wodurch er besser am Boden haftet – vor allem in der Kurvenlage. Auch niedrige Temperaturen, die die Eigenschaften des Gummis negativ beeinflussen können, machen ihm weniger aus. Hinzu kommt ein umfassender Pannenschutz, der den Reifen richtig robust macht. Das schlägt sich allerdings negativ im Gewicht nieder, wodurch solcherlei Modelle eher weniger häufig im Rennen anzutreffen sind.

Anwendungshäufigkeit der Reifen

Klar – wer viel und ambitioniert fährt, der braucht eventuell auch mehr als nur einen Reifen. Der hat aber auch in der Regel mehr als ein Rad bzw. ein zweites Paar Laufräder. Einen Rennradreifen zu wechseln ist schließlich nicht gerade mal eben so nebenbei gemacht… Daher macht es wenig Sinn, dass Gelegenheits- und Fitnessfahrer sich bei jedem Einsatz gleich einen anderen Schlappen draufziehen. Zum Glück haben die Hersteller aber mitgedacht und bieten natürlich auch den klassischen Allround-Rennradreifen an. Auch hier können wir die Grand Prix 5000 von Continental oder den Pro One von Schwalbe empfehlen.

Je schmäler desto schneller?

Die Frage nach der richtigen Reifenbreite ist sicherlich so alt wie der Rennradsport selbst. Entsprechend gab es dazu immer unterschiedlichste Entwicklungen auf dem Markt. Doch zeichnet sich schon lange eine Tendenz zum breiteren Reifen ab. Fuhr man in den 1980ern und 1990ern oft noch mit einer Standardbreite von 19 oder 20mm haben sich die Reifen zunehmend zu mehr Breite hin entwickelt. Zwischenzeitlich werden die meisten Räder mit mindestens 25mm Reifenbreite ausgeliefert. Und viele Hobbyfahrer greifen sogar lieber zu 30 oder 32mm Reifen. Doch warum eigentlich? Bedeutet mehr Reifenbreite nicht auch mehr Luftwiderstand, mehr Rollwiderstand und mehr Gewicht?

Ja, tatsächlich erzeugen breitere Reifen mehr Luftwiderstand. Allerdings bedeuten sie auch mehr Komfort auf dem Sattel und sie liegen satter, mit mehr Grip auf der Straße auf. Schmale Reifen hingegen können ihren Vorteil des geringeren Roll- und Luftwiderstands oft nur auf allerbestem, feinem Asphaltbelag ausspielen. Denn sobald der Untergrund uneben wird, fangen die schmalen Reifen aufgrund ihres hohen Reifendrucks an zu tanzen und zu springen. Dies belastet die Muskulatur und kann in Kurven auch zu einem schnelleren Abschmieren des Vorderrads führen.

Der richtige Reifendruck

Zudem sollte das Thema Reifendruck noch kurz betrachtet werden, denn auch hier hat man einigen Spielraum, der jedoch häufig genug ungenutzt bleibt. Beim Spiel mit dem Luftdruck kommt es letztlich genau auf die bisher genannten Punkte an. So sollte man bei schlechtem Wetter und besonders nasser Fahrbahn etwas weniger Druck auf den Reifen geben – so haftet er noch besser. Die gleiche Lösung kann man bei unebenem Untergrund wählen. Durch die „weicheren“ Reifen wird das Fahren deutlich komfortabler und tatsächlich auch schneller, da man kleinere Wölbungen besser überrollt. Noch mehr Tipps zur Wahl des passenden Reifendrucks gibt’s last but not least in unserem Reifendruck-Rechner!

Kaufberatung Rennradreifen

Spielen Marken eine Rolle?

Continental, Schwalbe oder doch Vittoria – was denn nun? Auf dem Markt der Rennradreifen gibt es dominierende Platzhirsche und ein paar wenige Kleinmarken. Welche die richtige für Dich als Rennradfahrer ist, ist sicherlich auch eine Frage der persönlichen Überzeugung und des eigenen Wohlbefindens. Wir empfehlen Dir hier auch immer wieder entsprechende Testergebnisse von einschlägigen Fachmagazinen zu studieren – dann hast Du objektive Testdaten vorliegen.

Hast Du einmal einen Reifen gefunden, der Dich überzeugt, dann wirst Du wahrscheinlich auch bei diesem bleiben. Wenn Du häufig fährst und ambitioniert unterwegs bist, dann hast Du sicherlich schon bestimmte Reifen in Deiner Favoritenliste.

Q&A

Was bedeuten die Bezeichnungen auf Fahrradreifen? Auf jedem Fahrradreifen stehen der Modellname und der Name des Herstellers, klar! Zudem werden der empfohlene Reifendruck in bar/psi und die Reifenmaße angegeben. Es gibt drei unterschiedliche Variante. Angaben in Zoll(oft nicht einheitlich gemessen), französische Angaben (nur für Rennrad und leider auch nicht genormt. Darum wird die ETRTO-Angabe immer wichtiger. Sie ist standardisiert und gibt die Reifenbreite und den Innendurchmesser des Reifens in Millimetern an (z.Bsp 25-622).
Wie breit darf mein Rennradreifen sein? Diese Frage kann man nicht allgemeingültig beantworten, da es von der Geometrie, bzw. den Maßen und Anbauten Deines Bikes abhängig ist. Am besten schaust Du mal welche Reifen momentan verbaut sind und schaust/misst wie viel Luft Du noch an Rahmen, Gabel, Bremse etc hast. Du solltest den Spielraum aber nicht maximal ausreizen!
Welcher Fahrradschlauch passt zu meinem Fahrradreifen? Um diese Frage zu beantworten, schaust Du zuerst welche Größe Dein Fahrradreifen besitzt. Die Größenangabe befindet sich auf der Seitenwand des Reifens. Für jeden Fahrradschlauch den wir verkaufen, geben wir an für welche Reifengröße er geeignet ist. Hier nimmst Du nun einen Abgleich vor und kaufst einen entsprechenden Reifen.
Welche Reifenbreite passt auf meine Felge? Wie breit der Reifen für Dein/e Laufrad/Felge sein darf, von der Maulweite der Felge ab. Im Internet sind unzählige Tabellendaten zugänglich, von welchen Du ablesen kannst, welche Reifenbreite zu welchem Felgenmaulweite passt.
Wie viel kostet ein Rennradreifen? Einige wenige Modelle starten schon bei 25€. Premiummodelle liegen preislich meist beim zwei oder dreifachen(50-75€).
Für wen lohnt sich ein Premiumreifen? Premiumreifen zeichnen sich durch wesentlich besseren Grip und oftmals besseren Pannenschutz aus. Darum eignen sie sich für alle, die regelmässig Rennradfahren, ganz egal wie schnell und sportlich sie unterwegs sind.
Kann ich Gravelreifen auf meine Rennradfelgen aufziehen? Das hängt von Deinem Rennrad ab. Grundsätzlich ist es aber schon möglich, sofern die Maße von Reifen und Fahrrad zusammenpassen. Dazu solltest Du die Maße von Gabel und Rahmen sowie die Felgenmaulweite deines Laufrades beim Kauf deines Gravelreifens beachten. Abgesehen davon können viele moderne Rennräder, vor allem jene mit Scheibenbremsen, Reifen bis zu einer Breite von 32 bis 35 mm aufnehmen.

Weitere Infos zum Thema Rennrad haben wir dir hier zusammengestellt:

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Bergfreund Jörn

Wenn der Puls rast und die Landschaft an mir vorbei zieht, fühle ich mich am wohlsten. Egal ob zu Fuß oder auf dem Rad – und manchmal sogar im Wasser – Ausdauersport ist für mich die schönste Form der Freizeitbeschäftigung.

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